Mittwoch, 14. September 2011

Alles Powidl

Das war keine leichte Übung und ob sie gelungen ist, werden wir erst sehen.

Herr W., der bekanntlich kein "Süsser" ist brachte von einer Landpartie einen Kübel Zwetschken mit.
Die Zwetschken waren so, wie ich sie eigentlich nicht zu Marmelade verarbeiten würde, überreif, innen bräunlich. Dazu bekam ich ein gegoogeltes Rezept für Powidl, das Powidl, wie es richtig heissen soll, ein schwarz-blaues Mus aus Zwetschken, das für die grössten süssen  Sünden der Donaumonarchie als Fülle herhalten muss: Liwanzen, Buchteln, Powidldatschkerln und so manche andere Köstlichkeit, die in heutigen Haushalten kaum mehr hergestellt werden. Einmal wegen des Aufwandes und zum Zweiten wegen der Nahrhaftigkeit!

Also, der Kübel Zwetschken ergab entkernt und geputzt 4 kg .

Das Powidl wird ohne Zucker hergestellt, die Haltbarkeit erreicht man durch ewig langes Kochen



Die Flüssigkeit muss verdampfen


auf kleinster Stufen simmern lassen und rühren, rühren, rühren, am Abend abdrehen, schlafen gehen, am nächsten Morgen weitermachen
Im Rezept wurde empfohlen, gemahlenen Zimt, Zitronenabgeriebenes und geriebenen Ingwer hinzuzufügen.


Weitermachen, bis der Kochlöffel steht.

Zum Schluss "Zwetschkernen" (Slibowitz) hineinrühren und abfüllen.

Das Abfüllen war gar nicht so leicht, weil das Mus schon eine feste Konsistenz hatte. Die Gläser auf den Kopf gestellt warten wir mit gemischten Gefühlen auf das Ergebnis, denn unser Powidl blieb eher braun und erreichte nicht die versprochene schwarzblaue Färbung. 
Wir werden noch eine Expertin befragen, ob das so in Ordnung ist und das Beste hoffen.