Dies bedarf zuerst einmal einer Übersetzung und dann einer Erklärung: der Göd und die "God'n" sind bei uns die Firmpaten. Zur Bezeichnung "God'nduft" kam es, weil es bei der God'n am Sonntag Vormittag nach dieser Speise roch.
Und es handelt sich dabei um eine sehr deftige und ausgiebige Bauernspeise, die hier
G'sottenes Rindfleisch mit Griasknoon und Semmelkren
heisst und so zubereitet wird:
Rindfleisch zum Kochem (früher wurde die grobfasrige Qualität, die man nie aus dem Mund brachte, genommen) wie
Tafelspitz, Schulterscherzel , Mageres Meisel
wird auf die klassische Art zubereitet, indem wir Wasser zum Kochen bringen, das ungewürzte Fleisch einlegen, leicht wallend sieden lassen, den sich bildenden Schaum ständig abschöpfen, nach ca. 1/2 Stunden kommt das Wurzelwerk hinzu, langsam sieden, kann bis zu 3 Stunden dauern
Das gekochte Fleisch wird aus der Suppe genommen, in Scheiben geschnitten, gesalzen und mit Suppe bedeckt.
Die zurükgebliebene Suppe wird fertiggestellt, gesalzen, bei Bedarf mit Suppenpulver gestreckt.
Während der Kochzeit haben wir Zeit, den Semmelkren und die Knödel vorzubereiten:
Semmelkren:
2-3 altbackene Semmeln in Scheiben schneiden
mit 1/2 Liter Suppe übergiessen und aufkochen
breiartig verschlagen, salzen und mit frisch geriebenem Kren verrühren
Griessknödel:
50 dag Griess
12 dag Butterschmalz
etwas weniger als 3/4 Liter Wasser
Salz
Das Fett zum Sieden bringen, den leicht gesalzenen Griess damit überbrühen, dann das kochende Wasser daraufschütten und verrühren - es muss alles aufeinmal passen!
Wenn die Masse etwas abgekühlt ist Knödel formen und ca. 20 Minuten (bis sich der Knödel dreht, ist er gar) in siedenden Salzwasser zugedeckt langsam kochen.
ein Tellerchen in die Schüssel legen, damit die Knödel nicht im Abtropfwasser liegen!
So wird angerichtet:
Suppe mit Wurzelwerk und Griessknödel in den Teller geben
wenn die Suppe gegessen ist, wird das Rindfleisch mit dem Semmelkren im gleichen Teller serviert, dazu wird wieder ein Griessknödel gegessen, wenn ganz Hungrige bei Tisch sind, macht man noch gekochte Erdäpfel dazu
Die Zubereitung ist zeitaufwendig, jedoch werden von dieser Speise 8 Personen satt!
Mmmmmmhhhhh,lecker,Dankeschön!
AntwortenLöschenGanz liebe Grüsse für dich
Patricia
Die Grießknödel erinnern mich an meine Kindheit. Genau so hat sie meine Mama auch immer gemacht. Die gabs dann zum "Gsöchtn" mit Sauerkraut. Ich habe dann das ganze Essen nicht gemocht ;))
AntwortenLöschenlg Elke
mmmmmm, es sieht so gut aus!! was fuer etwas jung Wein dazu :)?
AntwortenLöschenich finde eure Rezepte toll, so interessante traditionelle österreichische Speisen. Viel Arbeit! aber für die Göd is uns nix zu blöd! Liebe Grüße aus München!
AntwortenLöschenMein Gott, gekochtes Rindfleisch und Semmelkren - ich werde nimmer. Da dran kann ich mich dumm und deppert essen. Grießknödel kenn ich aber nur zu Sauerkraut und G'selchtem.
AntwortenLöschenGut, dass ich auch hier wieder einmal vorbei geschaut habe - jetzt weiß ich, was Mütterchen für mich zwischen Weihnachten und Neujahr so alles kochen darf *grins*
auf die Griessknoedel und den Kren haette ich jetzt auch Lust.
AntwortenLöschenIch wuensche Euch auch ein gutes Neues Jahr!
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