Sonntag, 19. Juli 2009

Hustensirup aus der Wiesenapotheke


wir pflücken :

250 g Spitzwegerichblätter

dann nehmen wir:

1,25 Liter Liter Wasser
1 Zitronenscheiben
1 TL Zitronensäure
1 kg Zucker (ich habe den Zucker durch Honig ersetzt)
250 g brauner Kandiszucker

und so geht es:

Die Spitzwegerichblätter waschen und grob schneiden. Wasser, Zitronenscheibe, Zitronensäure, Kandiszucker, Wegerichblätter zusammen aufkochen. Zugedeckt ca. 20-30 Minuten auf kleinstem Feuer ziehen lassen. Flüssigkeit durch ein Sieb, das mit einem Tuch ausgelegt ist, sieben und dabei die Masse etwas auspressen. Zucker zur Flüssigkeit geben und ca. 1 Stunde sanft einkochen, bis eine sirupartige Konsistenz erreicht wird. In gut getrocknete Gläser füllen. Lichtgeschützt aufbewahren.


Sonntag, 12. Juli 2009

Erdäpfel zum Angreifen

Erstmaliger Eigenbau in unserem Hochbeet, auf den wir besonders stolz sind (Hochlandsorte)

Sie haben viele Namen, was die Wiener als Erdapfel kennen, ist hier der Eschbohn (Erdbohne), weiter westlich natürlich Kartoffel, pomme de terre, aardappel, Krumpirn (Grundbirne), Krumpli, Erdbirne und sicher gibt es noch viele regionale Namen für die heißgeliebten Bramburi!
Dabei sind die Erdäpfel in Europa noch nicht so lange zu Hause.
Erst Maria Theresia und König Friedrich II. erkannten die Bedeutung der Erdäpfel für die hungernde Bevölkerung. Sie verpflichteten die Bauern Saatkartoffeln anzubauen. Und so kam es, daß die Erdäpfel in unseren Breiten zu einem Grundnahrungsmittel wurden.

Die "Erdäpfel zum Angreifen" sind ja kein richtiges Rezept aber eine weithin bekannte und beliebte Speise.

Wir nehmen dazu große "Runde" (das sind mehlige Erdäpfel), waschen und bürsten sie, halbieren sie der Länge nach, schlichten sie in einen Topf mit der angeschnittenen Seite nach oben, geben Wasser drauf, Salz dazu und kochen sie weich.


Die Schüssel mit den Erdäpfeln wird in die Mitte des Tisches gestellt, ebenso der Butterstriezel und der Milchkrug.
Jeder nimmt nun seinen Erdapfel mit der Hand, schält ihn selbst und nimmt Butter, Salz oder Kräutertopfen dazu.




Wir kennen niemanden, der das nicht mit großer Freude ißt!