Mittwoch, 29. April 2009

Liwanzen - Dalken



Ich besitze das Kochbuch meiner Urgroßmutter aus Feldsberg (das ist heute Valtice in Südmähren), die es wiederum von ihrer Schwester Marie erhalten hat und diese hat es von (vermutlich, der Name ist durchgestrichen) Margarethe übernommen.




Geschrieben hat es Michl-Schani, ihr Bruder.

Und heute soll es um Liwanzen oder Dalken gehen. Diese gehören zu den Mehlspeisen böhmischen bzw. slawischen Ursprungs und sind heutzutage fast in Vergessenheit geraten.

So werden sie zubereitet:



Ich wollte sie unbedingt selbst ausprobieren, konnte nicht alles lesen und habe mich daher probeweise für ein moderneres Rezept entschieden. Dazu habe ich jedoch Omis uralte Dalkenpfanne ausgegraben:



Hergestellt von Matauschek, Wien, über den es nur mehr antiquarische Bücher gibt!



Das Rezept lautet:

2 Eier, 20 g Zucker, 30 g Mehl, 2 EL Sauerrahm, 2 EL Topfen

Dotter und Zucker schaumig rühren, die übrigen Zutaten zusammenfügen, Eischnee dazu und in die stark gebutterten Löcher der Dalkenpfanne füllen, leicht anbacken lassen und dann wenden, nach wenigen Minuten kann man die Liwanzen herausnehmen und mit Powidl (vielleicht mit etwas Rum flüssiger gemacht) bestreichen und zuckern.




Samstag, 25. April 2009

Röhrlssalat - wir leben noch


Kaum ist der Schnee weg - die Wiese noch braun - wächst der Löwenzahn in unserem schon bekannten Golfrasen!

Seit ich diese Blume kenne, nenne ich sie Löwenzahn, und bedenkenlos pflücke ich die ersten grünen Triebe, um einen Röhrlsalat zuzubereiten, der geht so:

1 kg gekochte Erdäpfel - blättrig schneiden

mit Zwiebel, Salz, Pfeffer, Zucker (die Steirer zuckern nicht, aber ich), steirischem Apfelsessig, Kernöl einen schönen Erdäpfelsalat zubereiten

Reichlich zartgrüne Löwenzahnblätter kurz in lauwarmen Wasser einweichen, damit sie die Bitterstoffe verlieren, kleingeschnitten dem Salat beifügen, fertig

Wir haben diesen Salat inzwischen gegessen, niemandem wurde schlecht und er hat gut geschmeckt.

Wäre da nicht das Buch mit den Wiesenblumen !!!! Unser Löwenzahn ist da mit mehreren anderen gelbblühenden Pflänzchen abgebildet und heißt dort "Kuhblume" - der Löwenzahn schaut ein bißchen anders aus. Hoffentlich gibt das keine Spätfolgen.

Mittwoch, 22. April 2009

Omas schnellster Apfelkuchen


Du lieber Himmel, wir brauchen einen Kuchen zum Kaffee
Kein Problem, es ist alles zu Hause, was ich brauche:


3 Eier
1 Becher Joghurt
1 Tasse Zucker
2 Tassen Mehl
1/2 Tasse Öl
1/2 Backpulver
Zimt/Zucker

1 großer Apfel
Butter für die Form

Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren, alle anderen Zutaten hinzufügen und mit dem Mixer glattrühren.

Den Teig in eine gebutterte Form füllen.

Den Apfel schälen und entklernen, in Stücke schneiden, diese mit Zimtzucker bestreuen und auf dem Teig verteilen.

In einer halben Stunde bei 170° gebacken ist der Kuchen fertig.

Diesen Kuchen gab es bei uns am Montag, als an unserem zweiten Tag hier sich lieber Besuch ansagte, natürlich ist er mittlerweile aufgegessen.

Mit meinem Standardrezept bin ich jedoch nicht allein, ich staunte nicht schlecht, als ich bei einem kurzen Blogspaziergang diesem Kuchen begegnete!