Mittwoch, 25. Februar 2009

Wir eröffnen die Fastenzeit





Matjeshering mit Braterdäpfeln müssen wir nicht kommentieren - nach Hausfrauenart mit Saurem Rahm und Zwiebeln, wer mag, gibt Apfelstücke dazu - Fasten ist eigentlich nicht schwer!


Montag, 16. Februar 2009

Kasnockn


Die Nockerl, macht man sie selbst, sind schon wesentlich günstiger herzustellen, als die Krautleckerln, die man um sage und schreibe 1,79/halben Kilo kaufen muss.

Beim Käse kann man ruhig Reste von Edamer, Gouda, Emmentaler, Bergkäse etc. verwenden und kann dadurch auch den Geschmack bestimmen, wie kräftig die Kasnockn schmecken sollen. Die nachfolgende Portion kostet knapp über einen Euro, ca. 1,20 wenn es hoch kommt.


30 dag Mehl
1 Ei
1/4 l Milch
3 dag zerlassene Butter
Salz für den Teig und für das Kochwasser

Die Zutaten werden miteinander verrührt. Man sollte den Teig mit einem Kochlöffel so lange abschlagen, bis er glatt wird. Rührt man ihn mit der Rührmaschine, dann wird das Mehl zu klebrig und zäh und der Teig ebenso. Den Teig ein wenig rasten lassen, damit das Mehl anziehen kann. In der Zwischenzeit einen großen Topf Wasser zustellen. Wenn das Wasser leicht siedet, gut salzen, den Nockerlhobel darauflegen und zügig die Nockerl ins Wasser reiben. Zwischendurch immer mit einem Knödelheber durchmischen, damit sich die Nockerl nicht an der Oberfläche zusammenklumpen. Die Nockerl sind rasch gar, was daran erkennbar ist, wenn sie an die Oberfläche schwimmen. Abseihen und kalt abschrecken.

2 EL Butterschmalz mit 3 in Ringen geschnittenen Zwiebeln braun rösten. 3/4 der gerösteten Zwiebelringe aus der Pfanne nehmen, die Nockerl zugeben und kräftig abschmalzen. Dann gibt man den geriebenen Käse dazu (ca. 15-20 dag, je nach Geschmack) und pfeffert kräftig nach. Ist der Käse zu zäh, kann man ruhig einen Schuss Milch oder Obers dazugeben, damit er die Nockerl ein wenig cremiger umhüllt. Zum Schluss kommt der geröstete Zwiebel als Topping darauf.

Freitag, 13. Februar 2009

Erdäpfelgulasch









1 kg mehlige Erdäpfel
1-2 Stück gelbe Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
edelsüsses Paprikapulver
Salz
Majoran
Kümmel (hilft verdauen)
Butterschmalz
Speckschwarte oder 2 dicke Speckscheiben von der Kaunzn Steff

Zwiebel schneiden, Erdäpfel schälen, in Würfel schneiden





Im Butterschmalz brate ich die Zwiebelwürfel goldgelb an, dann gebe ich bei ganz schwacher Hitze das Paprikapulver dazu, rühre, giesse mit ca. 3/4 Liter Wasser auf, das muss schnell gehen, damit der Paprika nicht bitter wird.
Ich gebe die übrigen Gewürze und die Speckschwarte dazu und lasse das Gemisch kurz köcheln, dann werden die Erdäpfelwürfel dazugegeben, nach ca 20 Minuten sind sie weich.





Es sollte noch genug Zeit sein, dass der Topf auf der Herdplatte stehen bleiben kann, so bindet sich der Saft praktisch durch die austretende Stärke von allein und wird sämig.







Weil bei uns gerne scharf gegessen wird, darf Erös Pista niemals fehlen, ich habe bis heute nicht gelernt, dass ein halber Teelöffel davon zuviel ist und meistens sind alle sehr durstig, wenn es Erdäpfelgulasch gibt, deswegen darf das Bier nicht weit weg stehen.




Die Valentins-Rose am Küchenfenster nimmt Farbe an!

Viele schneiden Extrawurst oder Debreziner Würstel hinein, bei uns kommt niemals Wurst dazu, der Geschmack kommt von einer ordentlichen Speckschwarte (oder dicken Scheibe Speck, was eben zu Hause ist). Heute haben wir noch ein Speckstück von der Kaunzn Steff aus Grundlsee -
Gott schenke ihr noch viele gesunde Jahre, damit sie noch viel Speck selchen kann!



Beim Essen gibt es zwei Philosophien: erstens würzt einer noch nach (!) und zerdrückt die
Erdäpfel mit Gabel,


bei der Methode Nummer zwei bleibt alles so wie es ist





ein Muss



Morgen wird das Wetter schön, sagte unsere Großmutter immer, wenn alles aufgegessen wurde

Für 1 kg Erdäpfel habe ich 0,79 € bezahlt, für die Zwiebel 0,23, alles andere war zu Hause.
Wie hoch die Energiekosten sind, kann ich nicht ausrechnen.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Rotkrautknödel





Sigibua hat uns sein Rezept für Rotkrautknödel zur Verfügung gestellt:



Zutaten für vier Personen:

500 g Rotkraut
2 EL Apfelmus
1 Stange Zimt
2 EL Preiselbeerkompott (-marmelade)
150 ml Rotwein
50 g Schalotten
20 g Butterschmalz
1 Nelke
2 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt
3 Pfefferkörner
1 Apfel
2 EL Speisestärke

Zum Panieren:
Mehl
2 Eier
Semmelbrösel
Fett, zum Frittieren
Salz






Zubereitung:

Rotkraut in feine Streifen schneiden und mit Apfelmus, Zimtstange, Preiselbeeren und Rotwein vermengen, gut durchkneten, mit Salz würzen und etwa drei bis vier Stunden ziehen lassen.

Die Schalotten in feine Streifen schneiden und in einem großen Topf im Butterschmalz glasig dünsten. Pfefferkörner schroten. Das marinierte Rotkraut zu den Schalotten geben und die Gewürze mit dem Rotkraut ca. 30 Minuten in einem Topf zugedeckt köcheln.

Den Apfel reiben und zu dem Rotkraut geben, einmal kurz aufkochen. Speisestärke in etwas kaltem Wasser anrühren und das Rotkraut damit binden. Zimtstange und Gewürze entfernen und auskühlen lassen.

Für die schnelle Küche: Fertiges Rotkraut (z.B.: vom Hofer – 2 Packungen) mit den Preiselbeeren, Apfelmus, glasig gerösteten Schalotten, Rotwein vermischen und ca. 10 Minuten kochen. Im Wasser angerührte Speisestärke dazugeben und auskühlen lassen.

Aus dem kalten Rotkraut Knödel formen und einfrieren. Wenn die äußere Schicht der Knödel gefroren ist, herausnehmen und zu schönen, runden Knödel formen. Ca. 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Tiefkühlfach nehmen und wenn es etwas aufgetaut ist, in Mehl, Ei und Semmelbrösel wie ein Wiener-Schnitzel panieren und im heißen Fett ausbacken. Danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.






Sigibua hat die Knödel als Beilage zu einem großen Braten mit weiteren Knödelvariationen serviert, wir haben aber festgestellt, daß sie auch gut zu einfach gebratenen Geflügelteilen passen.