Donnerstag, 30. Mai 2013

PUTE, ja bitte.....

Der sympatischen Biobäurin Katrin Lutzmann, von der ich schon berichtet habe, ist es gelungen, mich von Putenfleisch zu überzeugen.
Bei unserem ersten Besuch erzählte sie, dass sie aus dem Fleisch ihrer selbstgezüchteten Puten einen wunderbaren Schmorbraten macht, von dem man, wenn man nur konventionell hergestelltes Putenfleisch kennt, niemals vermuten würde, es handle sich um Truthahn.
Ich hatte bisher eine gewisse Abneigung, wenn ich  dieses rosafarbene Schnitzelfleisch anschaute.
Vergangenen Dienstag - der Tag, an dem die Sonne schien - machten wir mit unseren lieben Gästen eine Hamsterfahrt Richtung Irdning, bewaffnet mit einer Kühltasche, die wir gut befüllt nach Hause brachten. Auch ich hatte 2 größere Bruststücke im Ganzen, samt Knochen, erstanden.

Katrin, begeistert und mit leuchtenden Augen, gab uns auch gleich ein von ihr modifiziertes Rezept mit - ich konnte es nicht erwarten, den Ofen anzuwerfen:



Sie hat eine Anleitung für Rinderschmorbraten von Schuhbeck zu einem Putenbraten umgearbeitet, ich wiederum habe diesen mit einigen Abänderungen - was gerade zur Hand war - umgemodelt.



Wurzelwerk, Zwiebel und Knoblauch angeröstet


parallel dazu eine Fenchelknolle, Zucchinischeiben und anderes Gemüse im Dampfeinsatz garen lassen



das Fleischstück angebraten



herausnehmen, mit Staubzucker kurz karamellisieren, gewürzt wurde mit Salz, Pfeffer, Chili, Paprika,  
bei uns war Weisswein offen, mit diesem aufgegossen, Gemüse hinein, kurz anschmoren lassen, mit vorbereiteter Hühnersuppe aufggossen, einköcheln lassen und dann zugedeckt bei weniger als 150° ab in den Backofen.



Den Rat, es könne 2-3 Stunden dauern, bis sich das Fleisch vom Knochen löst, habe ich gerne befolgt, dazwischen mit Hühnerbrühe nachgegossen - eine Kostprobe abgesäbelt und dem Hausherrn ins Arbeitszimmer gebracht - er war hingerissen und konnte nicht glauben, dass es Pute ist.
Ich auch nicht.
Alles, was Katrin schreibt, stimmt genau, Wenn man das Fleisch vom Knochen lösen kann, ist es butterweich, dann muss man nur noch den Bratrückstand mit dem Mixstab pürieren.
Bei uns gab es das gedämpfte Gemüse und Nudeln von Zimmermann als Beilage.


Hier Paprika- und Zwiebelnudeln aus der Nudelmanufaktur.

Die Bratensauce war traumhaft, die Mahlzeit köstlich.




Dienstag, 12. Februar 2013

Tschuk-tschuk




Als ich in sehr jungen Jahren im Dienste einer Bodenbelagsfirma stand, gab es einen uns im wahrsten Sinne des Wortes vorgesetzten Verkaufsleiter. Der Herr aus deutschen Landen sass bei Anwensenheit in der Firma  in einem Glaskobel und überwachte unsere Tätigkeit. Manchmal trat er heraus und gab ein Histörchen zum Besten. Meine Erinnerung ist dieses „tschuk-tschuk“: seine Frau sei eine gute Köchin, sagte er, tschuk-tschuk in die Röhre und fertig.
Heute, Faschingdienstag, herrscht in Wien Wetter, wo man keinen Hund vor die Türe jagt, da gibt es, was ist im Kühlschrank ist.

Fertig von gestern haben wir ein Gemüsesüppchen


im Bodum Glas serviert schaut es klasse aus, wenn man den Rand nicht anpatzt!

Es gibt also heute eine tschuk-tschuk Quiche, die wirklich, abgesehen von der Backzeit,  tschuk-tschuk fertig ist  und mir schon beim Kochen schmeckte.
Die Camembert-Eckerln sind wohl in meinem Kühlschrank, aber nicht auf meinem Mist gewachsen, meine liebe Blogfreundin Gerlinde hat mich dazu ermutigt.


So geht es: eine Schüssel mit den Resten der Bolognese-Fleischsosse, Blätterteig, Sauerrahm, Eier, 2 Eckerln Camembert





Blätterteig in die Form legen, Eier-Rahm Masse eingiessen, Bröckerln von der im Kühlschrank festgewordenen Sauce wie bei einem Obstkuchen drauflegen


 Tschuk, tschuk in die Röhre und zuschauen, wie es Farbe nimmt (dauert mindestens 40 Minuten)





Weil es draussen so schiach ist, belohnen wir uns noch mit einem winzigen Nachtisch, der auch ganz tschuk-tschuk fertig ist:



Schoko-Mousse aus dem ISI-Automaten: 

1/8  l Vanillejoghurt, einige Esslöffel geschmolzene Schokolade, Staubzucker, mit Schlagobers auf 
füllen, Lachgas-Patrone aufschrauben, schütteln, im Kühlschrank liegend aufbewahren

Bei Bedarf in ein Glas dressieren



In unserem Fall mit in Rum eingelegten Weichseln aus dem Garten serviert

Dienstag, 16. Oktober 2012

Ildefonso - Kuchen

Heute ist so ein richtiger "hinter dem Ofen sitz" - Tag, aber ein Kuchen wäre schon gut, dachte ich.
Schaun wir mal, was zu Hause ist: Eier, Topfen -das ist schon gut, 2 Äpfel - ein neues Rezept für Apfelkuchen gibt es schon wieder:
ich habe es bei Lemmie gesehen und sie hat es von frag Mutti, nun ist es mein eigenes, denn ich habe es abgewandelt und bin gespannt, was herauskommt:

Ich habe also den Topfenteig laut Rezept zubereitet, wobei das Schlecken des Teiges, bevor das Mehl dazukommt, der Hauptgenuß ist. Die beiden Äpfel, in Scheiben geschnitten, zum Belegen, kamen mir etwas mickrig vor - da dachte ich an eine in der Speis lagernde Schachtel  Ildefonso, was passiert, wenn ich in die Zwischenräume Ildefonso stecke? Diese schönen Würfel mit "heller Nougat/dunkler Nougat?




Ich habe es einfach gewagt  






und was ergab sich zur Kaffeestunde?


heller Nougat - dunkler Nougat!
Nächstes Mal werde ich den Kuchen zum Genuss leicht anwärmen,
dann heißt es "flüssiger" Ildefonso-Kuchen




Sonntag, 7. Oktober 2012

Erdäpfelroulade



Die Erdäpfelmasse stellen wir so her:
1 kg mehlige Erdäpfel, gekocht, geschält, durchgepresst
Salz, Muskat, 1 ganzes Ei und Erdäpfelmehl, so viel der Teig fasst, bis er eine formbare Masse wird

Für die Fülle nehme ich:
1 Zwiebel, gehackt, 3 Knoblauchzehen, durchgepresst, ½ kg Faschiertes (besser ist es, man hat Bratenreste zu Hause und dreht diese durch die Faschiermaschine), alles in Butterschmalz angeröstet, mit Salz, Pfeffer und Majoran gewürzt lasse ich die Masse überkühlen

Auf einem bemehlten Geschirrtuch rolle ich den Teig wie für einen Strudel aus, verteile die Fleischmasse darauf, wenn der Kräutergarten noch Grünes hergibt, ist das von Vorteil, z.B. gehackte Petersilie darüber streuen, das Ganze wie einen Strudel einrollen. Die Enden des Tuches verschließe ich mit einem Gummiringerl, weil der Strudel etwas lang geraten ist, biege ich ihn zurecht, um ihn dann in gesalzenes kochendes Wasser einzulegen. Nun darf die Roulade je nach Dicke 20-30 Minuten ziehen. Eine sichere Methode ist die Verwendung von Alufolie, belegt mit Frischhaltefolie, und darauf den Teig auflegen und einrollen, ich mag aber keine gekochte Folie, deswegen greife ich zum Geschirrtuch.



Als Beilage haben wir heute Sauerkraut, in diesem Fall ist unbedingt Bratensaft von Nöten. Weil ich weder Bratenreste noch Bratensaft zu Hause habe, helfe ich mir mit dem Bratensaft unseres Nahversorgers, wo noch täglich frisch gebraten wird und das Safterl becherweise gekauft werden kann.
Diese Erdäpfelroulade kann aber auch zu jedem Gemüse, das mit Erdäpfeln harmoniert, gereicht werden, auch darf man bei der Fülle die Fantasie spielen lassen, es geht gut mit Schinken, aber auch Blunzn oder faschierte Gulaschreste machen sich gut.
Morgen werden wir die Reste in Scheiben schneiden, abbraten und Salat dazu essen.









Samstag, 15. September 2012

Kürbis-Gnocchi

Der kürzlich erstandene Butternuss-Kürbis, von dem ich nur einige Scheibchen abgeschnitten hatte, um sie zu panieren, wollte verarbeitet werden.
Wieder hilft dazu ein Zeitschrift-Rezept, leicht auf den häuslichen Geschmack abgewandelt.

Ich hatte schon vergessen, wie viel Arbeit es ist, Gnocchi selbst herzustellen, deswegen stellte ich leichtfertig zuerst einmal die mehligen Erdäpfel zum Kochen auf.

Mittlerweile konnte ich vorbereiten:

Kürbis schälen, entkernen (das ist beim Butternuss Kürbis angenehm, weil er nicht so viele Kerne hat)  und in Würfel schneiden
1 Zwiebel
3 dicke Speckscheiben
1 cm Ingwerwurzel 
frische Salbeiblätter  
Salz, Pfeffer
Gemüsesuppe
Weißwein
Parmesan 

In einer Pfanne habe ich die Kürbiswürfel in Fett schön angebraten, die extra angerösteten Zwiebelwürfel und den Knoblauch dazugegeben, gewürzt, Ingwer fein gehackt beigefügt, mit Weißwein abgelöscht und mit wenig Suppe aufgegossen, das Ganze solange gedünstet, bis die Kürbiswürfel weich waren.

Daneben habe ich aus den gekochten, geschälten und durch die Presse gedrückten Erdäpfeln mit Salz, Muskat, Ei und Mehl den Gnocchiteig zubereitet. Aus dem Teig habe ich mehrere dünne Rollen geformt und von diesen die Gnocchi abgestochen. Sie durften auf bemehltem Backpapier rasten.
Den Speck würfelte ich und liess die Würfel in einer anderen Pfanne knusprig werden.

So, das Kürbisgemüse ist fertig, die Speckwürfel und den in Butter angeschwitzten, klein gehackten Salbei begefügt.
Nun kamen die Gnocchi auf 2 Partien in den Nudeltopf, es dauert nur kurze Zeit und sie steigen auf.

Das Ganze zusammengemischt und mit Parmesan bestreut ernährte uns zwei zu mittag und abends!



Für mich war die Kombination köstlich, mein Testesser allerdings lobte die Mahlzeit nur mit vornehmer Zurückhaltung, Kürbis bliebe eben Kürbis, egal in welcher Verkleidung.








Donnerstag, 13. September 2012

Steirischer Kernöl-Kuchen

Es hat sich so ergeben, dass in der Zeitschrift unseres Nahversorgers ein Rezept abgedruckt wurde, das  meine Neugier weckte - obwohl es keinen Anlass gab, einen Kuchen zu backen - ohne Anlass bin ich nämlich die alleinige Esserin, das geht nicht, weil ich erst gestern zwei im Vorjahr erstandene Hosen enger genäht habe. Als nicht begeisterte und untalentierte Handarbeiterin werde ich diese Arbeit nicht so schnell wiederholen und um die Hosen wäre es mir leid.
So weit die Vorgeschichte.
Gäbe es da nicht einen allein stehenden Herren, der uns für heute nachmittag zum Kaffee eingeladen hat !

Und schon ging es los, ein wenig abgeändert, entstand der Kuchen:


Vorbereitung:

4 Eier
20 dag Staubzucker
1/8 l Kernöl
1/8 l Wasser
10 dag Kürbiskerne, geröstet, gemahlen
28 dag Mehl
1 Packerl Backpulver

Form mit Butter und Bröseln vorbereiten

Eier trennen, aus dem Eiklar einen steifen Schnee vorbereiten
Dotter und Zucker schaumig rühren, Kernöl und Wasser beifügen, weiterrühren,
danach die geriebenen Kürbiskerne, das mit dem Backpulver vermischte Mehl dazugeben, den Schnee unterheben , die fertige Masse in die Form geben, im vorgeheizten Backrohr bei 180° Unter- und Oberhitze backen, in meinem Fall dauerte es 45 Minuten – je nach Form.

Aus dem Ofen nehmen, nach dem Abkühlen entweder mit Staubzucker bestreuen oder wie ich Schokoladeglasur unregelmässig darübergiessen und gehackte Kerne daraufstreuen.




Im Keller eingelagert habe ich diesen Plastikbehälter mit Hebevorrichtung gefunden, mit dem man einen Kuchen transportieren kann - ideal für heute.
Bitte die Daumen halten, heute Abend wissen wir erst, wie und ob der Kuchen schmeckt.


Nachtrag am 14. September: "....hat, hat, hat"    :-) Jeder hat 2 Stück davon genommen!


Mittwoch, 8. August 2012

Melonensalat von Elisabeth K.

eine fruchtige Geschmacksexplosion:

Melonenwürfel vorbereiten - in unserem Fall war es Wassermelone - Geschenk aus dem ungarischen Garten - es dürfen aber auch gemischte Melonen verwendet werden

Marinade:

Steirischer Waldhonig, Zitronensaft
Chili (in unserem Fall eine ungarischer Pfefferoni fein gehackt), Salz, Ingwer (war nicht vorhanden, weil er bei uns nicht wächst - oder doch ??)
Olivenöl


Mein Minzeblättchen hat leider ein Loch - man verzeihe mir dieses fotografische Missgeschick!



serviert mit Bio-Ziegenfrischkäse und Toast war das heutige Abendessen dermassen gelungen, dass das Wasser- bzw. Bierglas sofort gegen Prosecco Valdobbiadene ausgetauscht wurde



Herrn W. hat das Abendessen mehrere Ahh's und Ohh's entlockt , liebe Elisabeth, danke für dieses Rezept!